plementierung des 80-stündigen Weiterbildungskurses Psychosomatische Grundversorgung im Gebiet Kinder und Jugendmedizin ab 2026. Weiter ist die Einsicht- nahme durch die Kammer in eLogbücher geregelt worden. Die Novelle wurde im Juni von der Aufsichts- behörde genehmigt und trat zum 01. Juli in Kraft mit Ausnahme von Nummern 4.2. und 5. die erst zum Jahresbeginn 2026 in Kraft traten (vgl. Amtliche Be- kanntmachungen auf der Webseite: > aerztekammer- hamburg.de). Fortbildungsordnung Die Neufassung der Muster-Fortbildungsordnung (MFBO) wurde 2024 in der DV beschlossen. Die Sat- zung setzt die vom Deutschen Ärztetag beschlossene Novelle der MFBO in Hamburg um und soll vor allem im Interesse der erforderlichen Neutralität und Trans- parenz ärztlicher Fortbildungen eine rechtssichere Grundlage für die Anerkennung von Fortbildungsver- anstaltungen liefern. Die neue FBO wurde im Juni von der Aufsichtsbehörde genehmigt und gilt ab dem 01. Juli 2025. Jahresabschluss Zu den Aufgaben der DV gehört es, über Jahresab- schluss und Haushaltsplan der Ärztekammer Ham- burg zu beraten. In der September-Sitzung befasste sich das Plenum mit dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2024. Zur Ertragslage führte Sven Claßen, Kaufmännischer Geschäftsführer der Ärztekammer Hamburg, aus, dass die Erträge 2024 erwartungsgemäß um gut 1,7 Mio. Euro auf rund 13,8 Mio. Euro. sanken. Grund dafür ist unter anderem der geringere Beitragshebesatz. Die Mindereinnahmen wurden planmäßig durch Entnah- men aus den Kammer-Rücklagen kompensiert. Den gesunkenen Erträgen stünden laut Claßen im Vergleich zum Vorjahr fast gleichbleibende Aufwände gegenüber. Bei einzelnen Posten wie beispielsweise Personal oder Betriebsrenten gab es leichte Ab- weichungen. Der Bilanzgewinn der Kammer – Jah- resergebnis plus Rücklagen – betrug rund 2,6 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg um rund 1,6 Mio. Euro auf 33, 97 Mio. Euro. Claßen berichtete, dass ein un- eingeschränktes Testat zum Jahresabschluss sowie zum Lagebericht erteilt wurde und die Buchführung ordnungsgemäß und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften erfolgt ist. Lars Brandt, Vorsitzender der Finanzausschusses, erläuterte, dass der Ausschuss den Abschluss geprüft und keinerlei Beanstandungen habe. Auf Empfehlung des Finanzausschusses stimm- ten die Delegierten sowohl dem Jahresabschluss wie auch der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanz- ergebnisses zu und entlasteten den Vorstand für das Wirtschaftsjahr 2024. Ebenfalls einstimmig ohne Enthaltungen beschlossen die Delegierten die vom Fi- nanzausschuss vorgeschlagene Ergebnisverwendung. Haushaltsplan für 2026 Die DV befasste sich in ihrer Dezember-Sitzung mit dem Haushaltsplan für 2026 und beschloss, den Hebesatz von 0,47 Prozent auf 0,43 Prozent zu senken. Für 2026 sieht der Haushalt steigende Aufwendungen vor, die in erster Linie durch höhere Personalkosten infolge der anstehenden Tarifverhandlungen, einen leichten Stellenaufwuchs sowie Ausgaben für Digita- lisierungsprojekte und die Kammerwahl 2026 entste- hen. Zugleich erwartet Claßen wachsende Einnahmen aufgrund steigender Prüfungszahlen in der Weiterbil- dung und mehr Teilnehmer:innen in Fortbildungskur- sen. Er teilte mit, dass das operative Ergebnis der Kam- mer wie im Vorjahr negativ geplant sei. Der Fehlbetrag belaufe sich auf 3 Mio. Euro und werde durch planmä- ßige Entnahmen aus zweckgebundenen Rücklagen ausgeglichen. Die operativen Aufwendungen werden 2026 rund 14,4 Mio. Euro betragen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Pro- zent. Sören Weidemann, Mitglied im Finanzausschuss, erläuterte die Prüfung des Haushaltsplans durch den Finanzausschuss und empfahl die Annahme. Die De- legierten verabschiedeten den Haushalt der Kammer für das Jahr 2026 einstimmig ohne Enthaltungen. Regularien – satzungsgemäße Aufgaben Die DV wählte Mitglieder und Fachbesitzende für Gre- mien, ehrenamtliche Richter:innen für das Berufsge- richt sowie die Abgeordneten des Deutschen Ärztetags für 2026 in Hannover. Neben Dr. Pedram Emami und Christine Neumann-Grutzeck, die als Vorstandsmit- glieder der Bundesärztekammer ohne Stimmrecht am Ärztetag teilnehmen, wurden neun stimmberechtigte Abgeordnete gewählt: PD. Dr. Birgit Wulff, Norbert Schütt, Dr. Kathrin Schawjinski, Dr. Martin Eichenlaub, Dr. Alexander Schultze, Dr. Christine Schroth der Zweite, Dr. Silke Lüder, Dr. Patrick Harmann sowie Angela Ger- riets-Spauschus. Zudem verabschiedete die DV eine Feststellungsver- ordnung, die Regelungen für das Validierungsver- fahren gemäß §§ 50 b bis 50d Berufsbildungsgesetz enthält. Versorgungswerk Dr. Torsten Hemker, Vorsitzender des Verwaltungs- ausschusses des Versorgungswerks der Ärztekammer Hamburg, stellte das Jahresergebnis, die Vermögens- und Ertragslage im Jahr 2024, in der September-Sit- zung vor (vgl. weitere Informationen S. 73). Die Bei- tragseinnahmen entwickelten sich kontinuierlich nach Gesundheitspolitik | Ärzt:innen im Fokus 15