Suche auf unserer Internetseite

Sie können mit unserer Suchmaske die Homepage der Ärztekammer Hamburg nach Begriffen und Schlagwörtern durchsuchen.

Auch innerhalb von PDF- oder Word-Dokumenten sowie allen anderen Dokumentenarten, die wir als Download anbieten oder zu denen wir verlinken, können Sie suchen.

close

Prävention konsequent umsetzen
14.11.2025

Ärztekammer Hamburg fordert höhere Steuern und Werbeverbot für Alkohol, Nikotin und Zucker

Trotz der bekannten gesundheitlichen Folgen bleibt der Konsum von Alkohol, Nikotin und auch Zucker in Deutschland hoch. Die Ärztekammer Hamburg setzt sich daher für eine höhere Besteuerung dieser Genussmittel und ein Werbeverbot ein.

Jährlich sterben in Deutschland rund 150.00 Menschen an den Folgen des Konsums von Alkohol und Tabak, so die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Und auch beim Zuckerverbrauch belegt Deutschland mit rund 50 Kilogramm Jahresverbrauch Zucker pro Person einen der Spitzenplätze, jeder zehnte leidet hierzulande an Diabetes. „Um diesen gesundheitsschädlichen Konsum besser zu steuern, muss das öffentliche Bewusstsein geschärft und der Einfluss der Industrie beschränkt werden“, so Kammerpräsident Dr. Pedram Emami. Daher sei ein umfassenderer Ansatz nötig. „Wir brauchen eine höhere Besteuerung dieser Produkte, wie sie in anderen europäischen Ländern längst umgesetzt ist“, sagte Emami.

PD Dr. Birgit Wulff, Vizepräsidentin der Kammer ergänzte: „Es geht nicht darum, den Konsum von Alkohol, Nikotin oder Zucker pauschal zu verbieten. Aber mit einer Steuer könnten wir einen Anreiz setzen, auf gesündere Alternativen auszuweichen und mit den Einnahmen Gesundheitsbildung und Prävention stärken. Das wäre auch angesichts der enormen Folgekosten für die Solidargemeinschaft der richtige Weg.“

Auch Werbung für Alkohol, Nikotin und zuckerhaltige Lebensmittel sieht Kammerpräsident Emami kritisch. „Hier wurden zwar in der Vergangenheit schon wichtige Schritte unternommen. Aber wenn man sich den nach wie vor hohen Konsum von Alkohol und Tabak wie auch von Ersatzprodukten wie E-Zigaretten oder Vapes gerade bei jungen Menschen vor Augen führt, scheint ein generelles Werbeverbot angezeigt und auch konsequent“, so Emami.

Zurück zur > News-Übersicht

Top ↑